Und wieder war Freitag. Und wieder wurde ein Film geguckt. Und wieder blogge ich darüber. Das wird ja fast schon einmal die Woche zur Gewohnheit. Anyways… Film und so. Nachdem ich In China essen sie Hunde durchaus unterhaltsam fand, befand sich auf einmal dieser Film unter meiner Maus… und im DVD-Player.
Titel: The Good Cop
Originaltitel: Den gode strømer
Spielzeit: 87 Min
Erscheinungsjahr: 2004
Produktionsland: Dänemark
Regie: Lasse Spang Olsen
Darsteller: Kim Bodnia, Iben Hjejle, René Dif, Nicolas Bro, Jens Okking, u.a.
Und um was geht’s?
Jens ist Polizist. Im Grunde steht er voll für das Gesetz ein. Doch seine Kumpels sind kleinkriminelle Ganoven, die einen Raub planen. Sie wollen einen Container mit Ghettoblastern klauen. Bei diesem Unterfangen geht mit wehenden Fahnen so ziemlich alles schief, was schief gehen kann, und auf einmal treten alle möglichen Mafia-Gangs auf den Plan: Chinesen, Litauer, Serben, Jamaikaner und Polen. Und alle wollen den Inhalt des Containers wieder haben, oder etwas, das damit zu tun hat. Somit liegt alles an Sven, seine Kumpels zu retten.
Fazit? (Achtung, Spoiler!)
Im Grunde ein netter, wenn auch schon sehr oft gesehener Ansatz: Amateur-Gangster drehen ein Ding, und auf einmal sind die Profis hinter ihnen her. Aber so richtig kommt der Zuschauer nicht in der Handlung an. Daran ändert leider auch die Kameraführung nicht viel, die mit den vielen Verwacklern wohl den Eindruck erwecken will, hautnah am Helden dran zu sein. Leider bleibt es bei diesem Versuch.
Als Mulle, der etwas dümmliche aber liebenswerte Kumpel von Jens, direkt neben ihm getötet wird, wartet man vergebens darauf, dass die Hauptperson (in ebenfalls mehrfach gesehener Weise) bricht und selbst zum Jäger in diesem Katz- und Mausspiel wird. Doch stattdessen wird er zum Laufburschen, der zudem nicht so recht Anteil zu nehmen scheint, an dem was um ihn herum da so alles passiert.
Die Einmischung einer einzigen Mafia-Organisation wäre meiner Meinung nach ausreichend gewesen. Aber was in diesem Film aufgefahren wird, ist schlichtweg ein Overkill, bei dem man sehr schnell den Überblick verliert. Die einen wollen den Container, die anderen auch, aber nur die Drogen die darin geschmuggelt wurden, die nächsten wollen Geld für besagte Drogen aus dem Container, die sie bereits verkauft haben, und so weiter, und so fort. Schlichtweg zu viel Verwirrung und zu viel Gedöns, das Jens für die vielen Mafiosi erledigen muss.
Der am Rande angekratzte Handlungsstrang, in dem Jens Nachforschungen über seinen leiblichen Vater anstellt, bewirkte bei mir lediglich ein Fragezeichen im Gesicht. Es trägt nichts zur eigentlichen Story bei, verleiht der Figur keinen Tiefgang, und, um es mal beim Namen zu nennen, ist schlichtweg überflüssig.
Die wenigen Action-Szenen (und das ist jetzt nicht abwertend gemeint) sind sichtbar ohne Spezialeffekte gedreht, und erinnern in ihrer trashigen Art etwas an deutsche Serien über Autobahnpolizei oder dergleichen. Eine nette Abwechslung zur CGI-Madness aus Hollywood, wie bereits schon im eingangs verlinkten Artikel bemerkt.
Rating?








Leichte Kost, seichte Handlung, und etwas Mafia. Leider nicht mehr. Hier gibt es deswegen auch nur drei von zehn Bronze-Armen. Am Besten lässt sich dieser Film mit einem kühlen Bier genießen. Und wenn man dabei einschläft macht es auch nicht viel. Dabei sah der Trailer richtig vielversprechend aus. Schade.
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